Spannende Einblicke in die Arbeit eines Buchmachers

Der Buchmacher hat stets ein Auge auf die Quoten!
Der Buchmacher hat stets ein Auge auf die Quoten!
SPORTWETTEN-LEXIKON

Die meisten Tipster dürften den Begriff „Buchmacher“ bereits etliche male gehört haben. Doch was macht eigentlich ein Buchmacher? Und wie wird man zu einem Buchmacher?  Diesen Fragen werden wir uns im Folgenden einmal etwas genauer widmen.

Ein Buchmacher, der im englischen auch als „Bookmaker“ bezeichnet wird, bietet eine Reihe verschiedener Wettarten unter seinem Namen an. Verband man mit einem Buchmacher früher noch meist den Inhaber eines privaten Wettbüros, zählen heutzutage auch eine ganze Reihe von Online-Anbietern zu dieser Gattung. Der Buchmacher garantiert mit seinem Namen für die Auszahlung der festgelegten Gewinne, auf Grundlage der zuvor in seinem Buch (oder auf einer Webseite) festgesetzten Quoten.


Um in Deutschland als Buchmacher tätig zu sein, benötigt man eine Lizenz, welche einem die Annahme von Wetten erlaubt.  Mit dem Siegeszug der Online Wettanbieter, die Ihren Hauptsitz zumeist in Steuer Oasen wie Malta oder Ländern mit einer langjährigen Wett Tradition wie Großbritannien haben, bildete sich eine neue Grauzone in der Wettanbieter Ihre Angebote im Internet über die Landesgrenzen hinaus anbieten. Ladbrokes ist beispielsweise einer der traditionsreichsten Wettanbieter weltweit.

Was macht ein Buchmacher?

Was in der Theorie so einfach scheint, sieht in der Praxis jedoch ganz anders aus. Das Aufgabengebiet eines Buchmachers besteht aus weitaus mehr Aufgaben als dem Festlegen von Wettquoten.

Neben dem Festlegen von Quoten und garantierten Gewinnen, sollte der angehende Buchmacher sowohl bestens mit einer Reihe von Sportarten auskennen, als auch ein fundiertes Vorwissen des Wettmarktes besitzen. Nur mit der klassischen 3-Weg-Wette kommt heute kein Wettanbieter mehr aus. Das bedeutet, es muss für eine große Auswahl verschiedenster Wettangebote gesorgt sein.

Ein Blick zurück: Die Geschichte der Buchmacher

Die Geschichte der Buchmacher geht weit zurück. Bereits 676 v. Chr. sollen in Olympia Wetten abgeschlossen worden sein. Damals ging es vor allem um sogenannten Gesellschaftswetten. In allen Kulturkreisen wurde dabei gewettet, schon immer waren die Menschen Freunde des Spiels mit Risiko, Können und Zufall. Um dir einen guten Überblick zu der Geschichte der  Buchmacher zu verschaffen, empfehlen wir folgenden Artikel von QUOTENDO:  > Historie: Geschichte der Sportwetten <

Pferdewetten sind der absolute Klassiker unter den Wetten!

Einer der ältesten Sportwettenanbieter ist Ladbrokes. 1886 gegründet, gehört der britische Bookie auch heute noch zu den stärksten Wettanbietern weltweit. Früher wurde besonders auf Pferdewetten gewettet. Diese Sportart befindet sich selbstverständlich auch heute noch im Repertoire von Ladbrokes. Damals war die Welt der Wetten noch ein wenig einfacher gestrickt. Heute gibt es wesentlich mehr verschieden Wettarten und Möglichkeiten. Live-Wetten sind beispielsweise eine Wettart die in den letzten Jahren enormen Zuwachs bekommen hat. 

Besonders in England findet man auch heute noch viele Wettbüros von Ladbrokes.

Voraussetzungen um Buchmacher zu werden

Die erste große Hürde die jeder potenzielle Buchmacher überspringen muss, ist es den Kapitalbedarf zu Beginn zu decken. Dabei spielt nicht allein die Auszahlung von Wettgewinnen eine gewichtige Rolle. So muss der angehende Buchmacher sich auch Gedanken über Kosten wie Miete, Personalkosten, Kosten für Hardware und Server (besonders bei Online Wettanbietern) oder Lizenzkosten machen. Zudem sollte man sich als Online-Wettanbieter mit den Themen Sicherheit und Wartung sowie den daraus resultierenden Folgekosten befassen. Sind diese Anfangshürden erst einmal genommen, wartet jedoch bereits die Nächste.

Zusätzlich sollte man folgende Eigenschaften mitbringen, um Buchmacher zu werden: 

  • Gute Fremdsprachkenntnisse
  • Kommunikationsfreudigkeit
  • Hohe Affinität zur Mathematik 
  • Fachwissen über diverse Sportarten 
  • Zuverlässigkeit und der ruhige Umgang in Stresssituationen

Der Kampf um die Lizenz

Wie bereits kurz angesprochen, benötigt jeder Buchmacher eine in Deutschland gültige Lizenz zur legalen Ausübung der Buchmacher Tätigkeit. Zwar gibt es auch „schwarze Buchmacher“ die Ihre Wetten ohne Lizenz anbieten und sich somit strafbar machen. Mit der Lizenzerteilung ist eine vorherige Unternehmensgründung verbunden. Zwar reicht hier ein Gewerbeschein grundsätzlich aus, jedoch sollten sich angehende Buchmacher im Vorfeld eingehend mit der Rechtsform Ihres Unternehmens beschäftigen um auch wirklich die passende für sich zu finden.

Da es jedoch in Deutschland keine klare Regelung in Bezug auf die Lizenzvergabe existiert, haben die meisten Wettanbieter Ihren Firmensitz beispielsweise auf Malta haben. Allerdings gibt es die Möglichkeit über das Innenministerium von Schleswig-Holstein eine Lizenz ausgestellt zu bekommen. Hierbei sollte jedoch ein ausreichendes Eigenkapital vorliegen sowie die Bearbeitungszeit mit eingerechnet werden. Im Anschluss an die Lizenzerteilung ist diese mehrere Jahre lang gültig, sie sollten jedoch auch mit regelmäßigen Kontrollen rechnen. QUOTENDO zeigt dir hier alle in Deutschland lizenzierten Buchmacher die Sportwetten anbieten >

Der Buchmacher im Alltag

Ist die Lizenz erst einmal erteilt worden, beginnt die eigentliche Herausforderung. Nun gilt es sich einen zuverlässigen Stab an Mitarbeitern zu suchen. Das Festlegen von Quoten und Gewinnen, der IT-Bereich oder auch der Bereich Service und Support, müssen mit ausreichend Fachkräften besetzt sein. So kann durch fehlerhafte Quotenanalyse schon mal ein ganzes Unternehmen in finanzielle Schieflage geraten oder die Benutzer wandern durch unzureichenden Service zu einem Mitbewerber ab. Diese und noch viele weitere Fehler gilt es sorgsam zu vermeiden!

Seit Juli 2012 muss in Deutschland eine 5 prozentige Wettsteuer abgeführt werden, welche der Wettanbieter für jede Wette entrichten muss. Es liegt an dem jeweiligen Buchmacher in welcher Form er diese Steuer an den Kunden weitergibt. Die geht sowohl über eine Reduzierung der angebotenen Quoten, was jedoch auf die Anzahl der Kunden auswirken kann oder der Wettanbieter kann die Steuer direkt vom Wetteinsatz abziehen.  


Wie kann man Buchmacher werden?

Nicht jeder wird es schaffen das benötigte Eigenkapital das für die Gründung und die Erteilung der Lizenz benötigt wird, aufzubringen. In so einem Fall kann die betreffende Person alternativ auch als Franchisenehmer mit Hilfe eines Buchmachers wie Tipico Ihr Wettbüro eröffnen. Hierbei ist das benötigte Startkapital um ein vielfaches geringer. Zudem hat der Franchisenehmer den Vorteil, sich um das Festlegen von Quoten oder über Themen wie Werbung und Geschäftsausstattung keine Sorgen mehr machen zu müssen. Als Betreiber eines solchen Wettbüros erhält der Franchisenehmer einen gewissen Prozentsatz des Umsatzes womit er seine Kosten begleichen kann.     

Der Weg über die Ausbildung

Eine weitere Möglichkeit ist die Absolvierung einer Ausbildung zum Buchmacher. Diese Ausbildungen über die man sich im Internet informieren kann, werden meist im Rahmen eines mehrwöchigen Kurses angeboten. Dabei hat der angehende Buchmacher die Möglichkeit einen Intensiv vor Ort Kurs zu belegen oder die Ausbildung im Online- oder als Fernstudium zu absolvieren. Die kosten variieren hierbei je nach Anbieter.

Nach erfolgreichem Abschluss kann man sich anschließend als Buchmacher auf die Stellensuche begeben. Aufgrund der stetig wachsenden Zahl an Wettanbietern, gibt es in diesem Bereich durchaus eine gute Chance eine Anstellung zu finden. Bet3000 bietet beispielsweise einiges an Jobs an. 

Was verdient ein Buchmacher mit Sportwetten? 

Hohe Umsätze heißen nicht gleich hohe Gewinne. Der größere Teil der Tipster verliert zwar die Wetten, jedoch muss man auch die Gewinner betrachten. Diese Verdoppeln zum Teil nicht nur ihren gewinnen sondern vervielfachen ihn. Daher muss man hier ganz Vorsichtig mit Zahlenspielen sein. 

Die Quoten sind dabei relativ gut, A und B wetten dabei auf den FC Barcelona, C auf den FC Sevilla. Die Quoten betragen für einen Sieg des FC Barcelona 1,70, ein Sieg FC Sevillas ist auf 4,50 dotiert. Am Ende können die Andalusier das Spiel tatsächlich. Wie geht es dem Buchmacher?

Durch A und B hat er zwar 20 Euro Gewinn gemacht, jedoch muss er C auch 45 Euro auszahlen, 35 Euro davon aus eigener Tasche. Wenn man die 20 Euro von A und B mit abzieht, verliert der Buchmacher allein bei dieser Wette 25 Euro! 

Über das Gehalt eines Buchmachers von einem selbst existieren auch allerlei Geschichten. Was eine einzelne Person, die als Beruf Buchmacher gelernt hat, verdient, hängt immer von verschiedenen Faktoren ab. Unter Anderem spielt der Buchmacher an sich eine Rolle, aber auch die Position in welcher man sich befindet. 

Wie arbeiten Buchmacher um Verluste zu vermeiden?

Die Bookies arbeiten dabei mit Quotenschlüsseln. Bei guten Wettanbietern liegt der Quotenschlüssel bei 92-95 Prozent. So lässt sich für den Buchmacher Gewinne garantieren. Weiteres dazu findest du hier bei QUOTENDO >

Fazit

Wer eine Karriere als Buchmacher für sich in Erwägung zieht, der sollte sich einen guten Plan zurechtlegen wie er seine gesteckten Ziele erreichen kann. Hat man das nötige Eigenkapital und das nötige Know-How um selbstständig zu gründen? Oder sollte man doch lieber eine Franchising Partnerschaft in Erwägung ziehen? Und für die vorsichtigeren bietet sich vielleicht sogar eine Ausbildung mit anschließender Anstellung bei einem großen Wettanbieter an. Doch egal für welche dieser Möglichkeiten man sich entscheidet: Darum sich fundierte Kenntnisse im Bereich des Wettmarktes und den angebotenen Sportarten anzueignen, kommt man nicht herum.   

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