Die fantastische Welt des eSports in Asien

Copyright: Kiley

Der eSport wird immer populärer und gewinnt auch in Europa stetig neue Fans dazu, doch im Gegensatz zu anderen Regionen wo das Interesse an dem elektronischen Sport bereits Ausmaße wie die im Fussball-Sport angenommen hat, befindet sich der eSport in hiesigen Regionen noch immer in den Kinderschuhen. Ganz anders in Asien und dort vor allem in Südkorea und China. Vor allem das Echtzeit-Strategiespiel Starcraft ist in Südkorea so etwas wie ein Volkssport, zudem sind im Asiatischen Raum die beiden MOBA Games League of Legends sowie DotA2 äußerst beliebt. Diese Titel werden in diesen Ländern von großen Teilen der Bevölkerung mit Begeisterung gespielt und die Art und Weise wie einige der Teams und Spieler in Asien diese Disziplin betreiben hat dazu geführt, dass die Asiaten bei sämtlichen Turnieren stets zu den Topfavoriten gehören.

Nun fragen sich bestimmt einige was die Asiaten in diesem Bereich so gänzlich anders machen als andere Nationen, dies hat vor allem mit der Disziplin der Menschen in diesem Teil der Welt zu tun. Asiaten gelten allgemeinhin als sehr zielstrebig und arbeitsam, gleichzeitig lieben die Asiaten Computer und Videospiele und sind schon seit jeher Vorreiter was den technologischen Fortschritt betrifft. So ist es auch kein Wunder, welchen Stellenwert der eSport in diesem Raum besitzt. Auch wenn sich bereits Wetten auf eSports Begegnungen bei den Anbietern von Sportwetten wie Bet365 oder Ladbrookes platzieren lassen, ist die Bedeutung die der eSport in Asien besitzt um ein vielfaches höher. Wir haben uns für euch mit dem Thema eSport in Asien auseinandergesetzt und verraten euch im Folgenden, was zu dem dortigen Stellenwert des eSport geführt hat.

Asiatische Erfolgsgeschichten

Während der eSport in Europa gerade einen Boom erlebt, ist dieser bereits ein fester Teil in der Asiatischen Gesellschaft. Vieles begann dort mit der flächendeckenden Verbreitung des Internet, von diesem Zeitpunkt an, waren so genannte PC Bangs, wie Internet Cafes dort genannt werden, der letzte Schrei. Statt beispielsweise ins Kino zu gehen, verbringen selbst viele Pärchen Ihre gemeinsamen Abendstunden an einem dieser Orte. Wurde in den Anfangstagen hier zumeist Starcraft gespielt, entwickelten sich mit der Zeit auch die MOBAs League of Legends sowie DotA2 zu beliebten Disziplinen. So kam es, dass sich bereits sehr früh, bereits zu Ende der 90er Jahre die ersten eSport Strukturen in diesen Ländern beobachten ließen. Schon damals war dort alles eine Stufe größer und als im Jahr 2002 die erste Auflage, der bis 2013 ausgetragenen World Cyber Games in Südkorea stattfanden, der damaligen Olympiade des eSport, konnten die Gastgeber drei der vier Disziplinen die ausgespielt wurden für sich entscheiden. In Age of Empires2, Fifa 2000 sowie natürlich Starcraft triumphierten die Südkoreaner. Ausschließlich in Quake3 war am Ende kein Asiate unter den ersten 3 Plätzen vertreten. Konnte man in spielen wie Fifa jedoch die anfänglichen Erfolge mit der weltweit wachsenden Popularität des eSport auf Dauer nicht bestätigen, belegte bis 2013 stets ein Koreaner den ersten Platz in der Kategorie Starcraft sowie dessen Nachfolger Starcraft2. Nicht ganz so makellos, dennoch ebenfalls äußerst beeindruckend liest sich auch das Abschneiden asiatischer Teams bei der seit 2011 jährlich stattfindenden League of Legends World Championship. Hier konnten mit Ausnahme der ersten Auflage 2011, wo nicht ein asiatischer Vertreter unter den Top3 vertreten war, jedes Mal ein Team aus Asien gewinnen, seit 2013 immer eines aus Südkorea. Mehr braucht man zu der Dominanz asiatischer eSport Teams kaum zu sagen. Doch was verleiht den Asiatischen Teams Ihre unglaubliche Stärke in derartigen Spielen?

eSport Profis in Asien

Durch die weite Verbreitung von PC-Bangs sowie damit auch von Spielen wie Starcraft, DotA2 oder LoL, führte schnell dazu das sich in Asien erste Profiteams gründeten. Teams wie das Südkoreanische Team „SK Telecom T1“ welches unter anderem bereits drei Mal die LoL Weltmeisterschaft sowie zuvor bereits diverse Erfolge in Starcraft verbuchen konnte ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Das Team, hinter dem ein großer Sponsor steht, lebt gemeinsam in einem eigens hierfür errichteten Haus zusammen mit Ihrem Trainer. Den Großteil des Tages verbringen die Spieler hier mit dem Training, das als Vorbereitung auf Ihre Wettkämpfe in den verschiedenen Wettbewerben und Turnieren dient. Der Leistungsdruck unter dem diese Spieler stehen ist enorm, neben den Sponsoren die für Ihre Leistung etwas zurückerwarten, entsteht dieser Druck auch durch die vielen Fans welche die Begegnungen verfolgen und die keiner enttäuschen möchte. Dafür Trainieren die Spieler schließlich täglich bis zu 8 Stunden und mehr. Die Geschwindigkeit mit denen Sie Ihre Aktionen über Maus und Tastatur eingeben wirkt für so manchen Hobby Spieler fast unmenschlich. Über 500 Aktionen pro Minute erreichen Professionelle Spieler beispielsweise in Starcraft, ein gewöhnlicher Spieler vielleicht gerade einmal etwas mehr die Hälfte. Dies zahlt sich am Ende auch aus, nämlich dann wenn ein Spieler oder Team eines der großen Turniere in Asien oder gar ein bedeutendes Internationales Turnier gewinnt. In solchen Momenten werden im Asiatischen eSport Stars geboren. Doch die Karriere dauert häufig nur einige wenige Jahre an, denn in Südkorea muss jeder Mann zwischen dem 25. und dem 30. Lebensjahr für 2 Jahre zum Militär. Hier endet die Reise im eSport häufig, da mit steigendem Alter die Geschwindigkeit der Reflexe nachlässt und es auch durch die nachrückende Konkurrenz nach Ablauf der 2 Jahre äußerst schwer ist wieder den Anschluss an die Spitze zu finden. Zwar lassen sich Ausnahmen finden, in denen ein Spieler seinen Militärdienst um einige Jahre nach hinten verschieben konnte, hierzu benötigt es allerdings schon eine besondere Leistung damit der Staat so etwas genehmigt. Allerdings könnte das bereits bald anders werden, da erst kürzlich eSport als Disziplin für die Asien Games 2022, die so etwas wie eine Olympiade für den asiatischen Raum darstellen, offiziell bestätigt wurden. Mit einem Sieg bei diesen Spielen entfällt für Sportler der vorgeschriebene Militärdienst aufgrund deren sportlicher Leistungen, so könnten die Karrieren einiger asiatischer eSport Profis schon in einigen Jahren länger dauern als das noch heute der Fall ist, wenn auch nur für die besten, doch selbst das sind schlechte Nachrichten für Europäer und Amerikaner was die Aussichten angeht, die asiatische Dominanz in einigen Bereichen des eSport zu durchbrechen.

ZDF - YouTube

Fazit

Der eSport in Asien genießt einen gänzlich anderen, viel höheren Stellenwert als dies in Europa der Fall ist. Hier werden die Top Spieler von den Fans gefeiert wie in Deutschland die Stars der Bundesliga. Einige der Spieler haben sogar nahezu ausschließlich aus weiblichen Mitgliedern bestehende Fanclubs, in Europa noch undenkbar für eSportler. Doch der Druck welcher auf diesen Spielern lastet ist ebenso immens, daher Trainieren diese 8 Stunde oder mehr am Tag um bei möglichst vielen Turnieren ganz oben zu stehen. So sind auch für Tipster welche Ihr Geld auf Wetten im eSport Bereich platzieren, Wetten auf asiatische Teams und Spieler in vielen Fällen eine sichere Bank. Jedoch sollte man auch stets die aktuellen Entwicklungen im Blick haben, da nicht selten Spieler auf dem Höhepunkt Ihrer Karriere Ihren Militärdienst ableisten müssen und durch jemand anderen ersetzt werden müssen. Dies kann, besonders wenn es sich um einen wichtigen Spieler gehandelt hat, ein Team schonmal kurzzeitig aus der Bahn werfen. Dennoch gelingt es asiatischen und besonders Südkoreamischen Teams stets aufs Neue Ihre Vormachtstellung in Disziplinen wie Starfcraft oder League of Legends unter Beweis zu stellen, weshalb man sich Teams aus diesen Ländern vor Wetten auf wichtige Turniere in diesen Spielen stets ganz genau anschauen sollte.     



Wie gefällt dir der Artikel?