Unterscheidung zwischen Glücks- und Geschicklichkeitsspielen

SPORTWETTEN-LEXIKON

Gerade für den Staat ist die Unterscheidung zwischen Glücks- und Geschicklichkeitsspiel enorm wichtig. Für die Obrigkeit ist diese Kategorisierung u.a. dafür entscheidend, ob und wie Einkünfte aus einem Spiel besteuert werden.

Lotto, Automatenspiele, Poker, Pferderennen, Sportwetten usw. welches Spiel wie eingeordnet wird, darüber streiten sich schon seit etlichen Jahren Politiker und Experten. Bei manchen dieser genannten Beispiele ist die Einteilung klar und offensichtlich. Beispiel Lotto: Niemand würde bestreiten, dass es sich hier um ein reines Glücksspiel handelt.

Doch wie ist es beim Poker? Klar, Glück gehört dazu, aber warum gibt es dann Profispieler, die regelmäßig gewinnen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten? Hier scheint es neben der offensichtlichen Glückskomponente auch eine „Fähigkeitskomponente“ oder sagen wir ein „Geschick“ zu geben, welches über den Ausgang bestimmt. Auch das Thema der Sportwetten lässt sich nicht eindeutig in eine der beiden Kategorien einordnen. Dies bedarf einer differenzierten Betrachtungsweise.

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Definition und Beispiele

Generell versteht man unter dem Begriff „Geschicklichkeitsspiel“ Spiele, die von individuellen Fähigkeiten wie bspw. Reaktionsfähigkeit oder Feinmotorik des Spielers abhängen. Je „geschickter“ ein Spieler ist, desto besser wird er abschneiden. Der Spielausgang steht also in Abhängigkeit zu einer individuellen Fähigkeit des Spielers, die für dieses Spiel verlangt wird.

Juristisch versteht man unter Geschicklichkeitsspielen Spiele, die mehr vom Können des Spielers als von Zufallselementen beeinflusst werden.

Klassisches Beispiel nach dieser Definition: Schach. Der Ausgang einer Partie Schach hängt eindeutig mehr als 50% vom Können des Spielers ab als vom reinen Glück.

Andere Beispiele für Geschicklichkeitsspiele:

  • Darts
  • Mikado
  • Shuffleboard
  • Sport Stacking
  • Carrom

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Sportwetten: Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel?

Was dafür spricht, dass man Sportwetten als ein Geschicklichkeitsspiel deklariert, ist, dass es unbestritten Tipster gibt, die über einen langen Zeitraum mit Sportwetten Geld verdienen. Es gibt sogar Profispieler, die ihren Lebensunterhalt mit Sportwetten bestreiten. Je länger bzw. je häufiger man gewinnt, desto unwahrscheinlicher wird es, dass man nur gewinnt, weil man mehr Glück als die Anderen hat. Auf lange Sicht gleicht sich Glück und Pech aus. Diese Profispieler, auch wenn es nur eine kleine Gruppe ist, müssen also bessere Tipps abgeben als alle Anderen, sie müssen irgendwie „geschickter“ sein.

Man darf jedoch nie vergessen, dass selbst diese Spieler nur einen geringen Prozentsatz ihres investierten Geldes als Gewinn reinholen, dafür sind die Quoten der Wettanbieter zu sehr durchkalkuliert bzw. der Hausvorteil („Juice“) der Buchmacher ist zu groß.

Dennoch ist eindeutig festzuhalten, dass es an der eigenen Vorbereitung und Recherche des Tipsters liegt, die richtigen Spiele und Einsatzhöhen auszuwählen, um den möglichen Gewinn zu maximieren - bei gleichzeitiger Analyse der Chancen und Risiken, die jede einzelne Wette in sich birgt.

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Fazit

Geschicklichkeitsspiele grenzen sich gegenüber Glücksspielen dahingehend ab, dass in diesen Spielen ein größeres Maß an Geschick notwendig ist, um das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Bei Sportwetten ist es offenkundig, dass Tipper, die einen großen Recherche-Aufwand betreiben und in der Lage sind, mit ihrem Kapital vernünftige Entscheidungen zu treffen, gegenüber bloßen „Entertainment-Junkies“ im Vorteil sind. Ob der Staat deswegen nun Sportwetten als ein Geschicklichkeitsspiel einstuft, ist mehr als fraglich. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit dem Thema Sportwetten umgehen möchte und welchen Aufwand er betreibt.

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